Dienstag, 18. März 2014

Cranio Mandibuläre Dysfunktion

Cranio Mandibuläre Dysfunktion (CMD) ganzheitlich therapieren



Als CMD bezeichnet man eine Fehlregulation des Kauapparates, die durch ein gestörtes Zusammenspiel verschiedener Muskeln, Bänder und Gelenke ausgelöst wird.

Diese Fehlregulation kann häufig Beschwerden auslösen, die individuell unterschiedlich stark empfunden werden.

Häufige Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schulter- und Nackenverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzhafte Verspannung der Kiefermuskulatur
  • Schmerzen und Blockaden beim Öffnen und Schließen des Mundes
  • Kiefergelenksgeräusche
  • Zähneknirschen und -pressen
  • Probleme, den richtigen Zusammenbiss zu finden
  • Mundtrockenheit/ Kloßgefühl im Hals
  • Tinnitus/ Schwindel
  • Schlafstörungen/ Schnarchen


Bei einer CMD sind vor allem das Kiefergelenk und das Atlantooccipitalgelenk (die bewegliche Verbindung zwischen Kopf und erstem Halswirbel) betroffen.
Beide reagieren äußerst empfindlich auf die Belastungen des täglichen Lebens. 
Hier spielt die Körperhaltung während der Arbeit eine große Rolle. Bestimmte Berufsgruppen sind besonders belastet, z.B. Künstler wie Violinisten, aber auch Friseure oder Menschen, die viel Zeit am Telefon verbringen.
Gleichzeitig spielt auch die innere Haltung im täglichen Leben eine wesentliche Rolle, der Umgang mit Gefühlen wie z.B. Aggression, Zorn, und das Gefühl des Niedergedrücktwerdens von zuviel Verantwortung.

Eine der weiteren Hauptursachen der CMD sind Traumata und Fehlmuster an den Zähnen. 
Ein fehlerhafter Zusammenbiss der Zähne entsteht häufig nach der Anfertigung von neuen Zahnfüllungen und Zahnersatz wie Kronen und Brücken. Beschwerden treten häufig auch nach schwierigen Zahnextraktionen auf, wobei der Kieferknochen beschädigt werden kann. Auch Muskeln und Bänder, die das Kiefergelenk umgeben, können traumatisiert werden.
Eine Zahnlücke, die nach Zahnextraktion nicht geschlossen wird, führt zu Verlagerungen der Nachbarzähne und auch zum „Herunterwachsen“ des Zahnes aus dem Gegenkiefer, da dieser keinen Gegenspieler mehr hat. Dadurch kann sich die gesamte Bisslage verändern und es entsteht ein Anspannungsmuster von Muskeln, Bändern und Gelenken.

Auch Zähneknirschen und/ oder Zähnepressen, was meist unbewusst nachts im Schlaf passiert, sind Ursache einer CMD. In der Nacht verarbeiten wir unsere alltäglichen Belastungen, Sorgen und Ängste.

Alle genannten Ursachen führen langfristig zu einer dauernden Kontraktion der Muskelfibrillen im gesamten Kauapparat. Da durch diese Region viele Nerven verlaufen, spricht man von einem gestörten neuromuskulären Muster. Der gesamte Zahnhalteapparat wird endlos unter Druck gehalten und eine Abnutzung der Kiefergelenke schreitet voran.

Eine Behandlung der CMD ist unbedingt erforderlich. 

Je früher die Diagnostik erfolgt, je eher werden Abnutzungsprozesse verhindert oder aufgehalten. Die Therapie ist einfacher und erfolgreicher.


Meine Empfehlung: 

Wenn bei Ihnen mindestens 5 der genannten Symptome zutreffen, suchen Sie Ihren Zahnarzt auf. In den meisten Fällen empfiehlt der Zahnarzt eine Therapie mit einer Entlastungsschiene, die für die unteren Zähne angefertigt und nachts getragen wird. In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Entlastungsschiene auch tagsüber zu tragen.

Im besten Fall arbeitet Ihr Zahnarzt mit einem Craniosacraltherapeuten oder einem Osteopathen zusammen. Wichtig ist, dass vor dem Einsetzen der Entlastungsschiene mindestens 3 Therapiesitzungen stattfinden, um das konstante Muskelanspannungsmuster vorher aufzulösen. Dann verändert sich der Zusammenbiss in das natürliche, entspannte neuromuskuläre Muster des Kauapparates zurück und die Schiene kann zusätzlich dauerhaft die Gelenke und Abnutzung der Zähne aufhalten.

Weitere Therapiemethoden können ebenso zur Anwendung kommen: Feldenkrais-Übungen, Akupunktur, Muskelrelaxation nach Jacobsen, Rolfing, Myofasziale Entspannungstechniken, Triggerpunkttherapie etc.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an meine Kolleginnen und mich!


Ihre Ramona Nieswandt

Dienstag, 4. März 2014

Allergie- und Heuschnupfenbehandlung in der Naturheilpraxis


Die Naturheilkunde bietet viele verschiedene Ansätze und Möglichkeiten, einen Heuschnupfen und dessen Begleiterscheinungen in den Griff zu bekommen.

Einige seien hier kurz erläutert.


Eigenbluttherapie:

In der Eigenbluttherapie wird aus der Armvene eine kleine Menge Blut entnommen und dann in den Gesäßmuskel gespritzt. Im Grunde erzeugt man einen „künstlichen“ blauen Fleck. Dieser wird vom Organismus wieder abgebaut und löst eine immunologische Reaktion aus. Der Ansatz basiert auf der Annahme, dass der Körper sich so mit den im Blut enthaltenen Informationen auseinandersetzt und neu lernt, adäquat auf einen Reiz von Aussen (hier die Pollen) zu reagieren. So kann eine Eigenbluttherapie die Abwehrleistung steigern (z.B. bei chronischen Infekten), aber auch herunterfahren bzw. optimieren, wie z.B. bei Allergien. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie in unserem Blog-Beitrag vom 04.12.2013.
Man kann sowohl prophylaktisch als auch akut mit der Eigenbluttherapie auf das Allergiegeschehen einwirken.
Obwohl diese Methode mit den aktuellen wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisbar ist, findet sie auch in der Schulmedizin immer mehr Anerkennung, da viele Patienten eine deutliche Linderung Ihrer Beschwerden erfahren.

Homöopathie:

Heuschnupfen ist nicht gleich Heuschnupfen, die Symptome variieren von Mensch zu Mensch. Dennoch gibt es eine Reihe bewährter homöopathischer Mittel, die je nach individueller Symptomatik verordnet werden und in der Regel zügig zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden führen.

Ohrakupunktur:

Die Ohrakupunktur kann bei Allergiegeschehen und Heuschnupfen wunderbar begleitend angewendet werden. Die regulierende Wirkung der Ohrnadeln kann sowohl die Symptome vermindern, als auch die allergische Reaktion an sich positiv beeinflussen. Empfehlenswert sind dabei wöchentliche bis zweiwöchentliche Sitzungen.

Symbioselenkung/Darmsanierung:

Über 70% des Immunsystems befindet sich im Darm. Eine Allergie stellt eine übermässige Reaktion des Immunsystems gegenüber Fremdstoffen dar.
Ein gesunder Darm und die dazugehörige gesunde Darmflora helfen die körpereigene Abwehr zu schulen und besser auf Außenreize zu reagieren. Je gesünder der Darm, desto besser kann der Körper mit Fremdreizen umgehen.
Bei Allergien sollte daher auch immer eine Stuhluntersuchung vorgenommen werden, um dann bei Bedarf eine Darmsanierung durchführen zu können.
Viele Patienten erfahren zudem eine Erleichterung beim Heilfasten. Dieser positive Effekt wird mit der Entlastung des Darmes, der Leber und der Nieren (durch Fastentees) assoziiert. Durch die vollständige Entleerung des Darmes während des Fastens wird das Immunsystem entlastet und reagiert weniger heftig auf Fremdreize.

Phytotherapie:

Natürlich gibt es auch pflanzliche Arzneimittel, die unterstützend bei Allergien eingesetzt werden. Das typischste bei allergischem Asthma und Heuschnupfen ist hier das indische Lungenkraut. Neben ätherischem Öl enthält es das Alkaloid Vasicin. Dieser Wirkstoff erweitert und entkrampft die Bronchien und erleichtert somit die Atmung und den Abtransport von Schleim und Fremdstoffen. Es lindert zudem die typischen Symptome von tränenden Augen und Fließschnupfen.

Entspannung:

Allergien strengen an. Sie erzeugen eine Art Stress. Man hat festgestellt, dass die Symptome eines Heuschnupfens bei Stress noch stärker in Erscheinung treten. Im Rahmen einer Allergiebehandlung kann also durchaus auch ein Blick auf den Alltag und die Stressbewältigung nützlich sein. Verschiedene Entspannungsmethoden können dann individuell erarbeitet werden.



In der Naturheilpraxis Waller stehen wir Ihnen mit diesen und weiteren Methoden hilfreich zur Seite und erstellen Ihnen ein individuelles Behandlungskonzept.

Ihre Fam Paar








Dienstag, 18. Februar 2014

PMS, Wechseljahresbeschwerden und Osteoporose: Natürliches Progesteron als Bestandteil der naturheilkundlichen Therapie

PMS, Wechseljahresbeschwerden und Osteoporose mit natürlichem Progesteron behandeln

Durch den Hinweis einer Kollegin bin ich vor kurzem auf ein sehr interessantes Buch gestoßen: „Natürliches Progesteron,“ von John R. Lee (US-amerikanischer Arzt, verstorben 2003).

Er kam zu dem Schluss, dass Prämenstruelles Syndrom, Wechseljahresbeschwerden und Osteoporose sowie viele andere weibliche Erkrankungen und Beschwerdebilder nicht auf einen Mangel an Östrogen zurückzuführen sind, sondern auf einen relativen Mangel an Progesteron.

Er selbst und einige Kollegen, darunter auch deutsche Gynäkologen, haben mit der Gabe von natürlichem Progesteron erhebliche Behandlungserfolge erzielt.


Wie kommt es zu Progesteronmangel?

Ursache ist insbesondere unsere Ernährung. Viele Pflanzen produzieren progesteronähnliche Substanzen, die wir aufnehmen. In den heutzutage oft denaturierten und industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln ist jedoch sowohl der Vitamingehalt, als auch der Anteil solcher Substanzen vermindert. Kulturen, deren Ernährung aus vielen frischen Gemüsesorten besteht, kennen keinen Progesteronmangel. Darüber hinaus nehmen wir immer mehr „Xenoöstrogene“ aus der Umwelt auf. Hierbei handelt es sich um Umweltchemikalien (z.B. Pestizide), die eine östrogenähnliche Wirkung haben. 
Das Verhältnis von Progesteron und Östrogen wird so zu Ungunsten des Progesterons verschoben.


Progesteronmangel vor den Wechseljahren

Ein weiterer Faktor sind Menstruationszyklen ohne Eisprung schon im Alter von 30-40 Jahren (der Eisprung löst die vermehrte Ausschüttung von Progesteron in der 2. Zyklushälfte aus). 
Als Hauptursache für den ausbleibenden Eisprung wird Stress angesehen. Der so entstandene Progesteronmangel vermindert eine angemessene Ausschüttung von Stresshormonen. So werden die Auswirkungen von Stress weiter verstärkt und der Progesteronmangel nimmt zu. Ein Teufelskreis ist entstanden.
Durch den Progesteronmangel schon vor den eigentlichen Wechseljahren kommt es zu einer „Östrogendominanz“, die sich durch Salz- und Wasserretention, geschwollene Brüste, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Osteoporose und Fibromyome äußern kann.


Progesteronmangel in und nach den Wechseljahren

Progesteron stimuliert die Zellen, die für den stetigen Wiederaufbau unserer Knochenmasse sorgen. Ein Mangel führt zu Osteoporose (der Östrogenmangel als Faktor für die Osteoporose nimmt bereits nach 5 Jahren stark ab). Progesteron ist an der Bildung von Östrogenen beteiligt und stimuliert Rezeptoren zur Östrogen-Aufnahme. Ein Mangel führt zu einer Verschiebung des Hormonhaushaltes in Richtung männlicher Hormone. Es kommt zu einer vermehrten Gesichtsbehaarung, ggf. auch Körperbehaarung (Hirsutismus). 
Hitzewallungen sind ein Zeichen von Östrogen- und Progesteronmangel. Progesteron steigert die Aufnahmefähigkeit von Östrogen und die Hitzewallungen nehmen ab.


Bei welchen weiteren Krankheitsbildern wurde natürliches Progesteron erfolgreich eingesetzt?

PMS, Mastopathie, Wechseljahresbeschwerden, Vaginitis, Ovarialzysten, vaginale Trockenheit und Schleimhautatrophie, Haarwuchs im Gesicht, leichte und mittlere Endometriose, sowie Osteoporose.

Synthetisch hergestelltes Progesteron kann viele Nebenwirkungen haben, da es aufgrund seiner veränderten chemischen Struktur vom Organismus schlechter und verzögert abgebaut und ausgeschieden wird. Die Verwendung von natürlichem Progesteron ist deshalb in jedem Fall vorzuziehen. Es wird in Form von Ölen oder Salben auf die Haut aufgetragen.

Neben vielen uns bereits bekannten Fakten und Therapiekonzepten zum Themenkomplex „Gynäkologische Erkrankungen“ stellen die Erkenntnisse von John R. Lee eine wertvolle Erweiterung dar und werden in unsere tägliche Arbeit ganz sicher integriert.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema sprechen Sie uns gerne an!

Ihre Nadine Waller

Montag, 27. Januar 2014

Die Mundhöhle, ein Spiegelbild der Darmflora


In der ganzheitlichen Medizin geht man von einer Wechselbeziehung zwischen der bakteriellen Besiedlung der Mundhöhle und der des Darmes aus. So kommt zum Beispiel die Bakteriengattung Porphyromonas sowohl im Mund als auch im Verdauungstrakt des Menschen vor.


Aus diesem Grund lassen sich anhand der Inspektion der Mundhöhle Rückschlüsse auf eine veränderte Darmflora ziehen.


Als Darmflora wird die bakterielle Besiedlung des Darmes bezeichnet, die sich aus einer Vielzahl unterschiedlichster Bakterien zusammensetzt. Sie ist der "Schutzfilm" in unserem Darm und übernimmt weitere wichtige Funktionen, wie z.B. die Zersetzung von unverdaulichen Nahrungsrückständen, die Herstellung von Vitaminen, und die Aufrechterhaltung des Immunsystems.


Eine US-amerikanische Studie hat kürzlich gezeigt, dass Darmkrebs mit einer veränderten Darmflora einhergeht. Die Ergebnisse wurden durch Stuhlproben ermittelt.
In diesen Stuhlproben wurde sichtbar, dass z.B. Clostridien vermindert auftraten. Clostridien vergären Ballaststoffe und andere komplexe Kohlenhydrate. Stattdessen traten vermehrt Fusobakterien auf, die bei entzündlichen Darmerkrankungen, wie z.B. Colitis Ulcerosa und auch bei Zahnbetterkrankungen gehäuft nachgewiesen werden können.


Es ist deshalb ratsam, bei einem erkrankten Zahnbett eine Analyse der Darmflora durchführen zu lassen.


Worauf können Sie bzw. Ihr Zahnarzt (-ärztin) bei einer Vorsorgeuntersuchung achten?



Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt auf Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) untersuchen und beugen Sie Parodontitis vor, indem Sie Ihre Zähne zweimal täglich gründlich putzen und einmal täglich Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen benutzen. Eine professionelle Zahnreinigung durch eine Zahnhygienikerin ist individuell durchzuführen, mindestens aber 1-2 mal jährlich.


Bild, Heilpraktiker Waller
Auch aus der Meridianlehre der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) lassen sich Zusammenhänge zwischen Zähnen und Darm erkennen. So werden dem Meridian Lunge-Dickdarm folgende Zähne zugeordnet: die unteren 4 Backenzähne (Molaren) sowie die oberen 4 kleinen Backenzähne (Prämolaren). Bei einer Zahnbetterkrankung sind häufig auch an diesen Zähnen tiefe Zahnfleischtaschen vorhanden, die durch Ihren Zahnarzt bzw. durch die Zahnhygienikerin diagnostiziert werden.




In der Naturheilpraxis Waller arbeiten wir mit einem ganzheitlichen Labor zusammen und führen nach eingehender Anamnese u.a. auch Stuhlproben durch, die nach Auswertung ausführlich mit Ihnen besprochen werden.
Danach stellen wir für Sie ein individuelles Therapiekonzept zusammen.




Mittwoch, 4. Dezember 2013

Eigenbluttherapie - Konzept und Wirkung


Die Eigenbluttherapie ist eine Reiztherapie. 

Reiztherapie bedeutet, dass der Organismus einen Impuls von außen erhält, auf den eine entsprechende heilende Reaktion des Organismus folgt. Ein einfaches Beispiel für eine Reiztherapie ist das Wassertreten nach Kneipp: der Impuls/Reiz ist das kalte Wasser, die heilende Reaktion des Organismus besteht (u.a.) in einer vermehrten Durchblutung.

Welche Art von Impuls erhält der Organismus durch sein eigenes Blut?
Das Immunsystem des Menschen ist im Hinblick auf seine Bestandteile und seine Funktionen grundsätzlich gleich. Dennoch hat jedes Immunsystem seine individuelle Komponente, abhängig von familiärer Vorbelastung (z.B. Neurodermitis oder Asthma), den durchgemachten Krankheiten oder anderen Einflüssen, wie zum Beispiel Schadstoffbelastungen. Somit ist das Blut eines jeden Menschen genauso einzigartig wie sein Fingerabdruck.
Mit der Injektion des eigenen Blutes wird die in ihm enthaltene Information – einschließlich der individuellen Komponente - von außen wieder zugeführt. Das ist der Impuls/Reiz.

Worin besteht die Reaktion des Organismus?
Im Rahmen der normalen (physiologischen) Abwehrreaktion werden die im Abwehrsystem enthaltenen Zellen quasi mit sich selbst und mit den in ihnen gespeicherten Informationen konfrontiert. 
So besteht die Möglichkeit, nicht zum Abschluss gebrachte Abwehrreaktionen zu vollenden (z.B. chronische Infektionen), oder bisher als adäquat abgespeicherte Reaktionen zu revidieren, z.B. bei Heuschnupfen (Pollinosis): Im gesunden Zustand werden Gräser- und Blütenpollen nicht als „feindliche Eindringlinge“ von außen betrachtet. Es ist keine Information Polle = Feind = Angriff abgespeichert. Entsprechend erfolgt keine Abwehrreaktion der Abwehrzellen des Immunsystems.
Haben die Abwehrzellen irrtümlich die Information Polle = Feind = Angriff abgespeichert, kommt es zu den bekannten Reaktionen wie brennenden, tränenden und geschwollenen Augen, starkem Niesreiz und entsprechender Sekretabsonderung aus der Nase, ggf. besteht Atemnot (allergisches Asthma bronchiale). Das körpereigene Abwehrsystem reagiert überschießend bzw. unangemessen.

Mit der Eigenblutbehandlung werden die Abwehrzellen mit der Information Polle = Feind = Angriff konfrontiert. Die Grundidee der Eigenblutbehandlung ist, dass die Abwehrzellen durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Blut erkennen, dass die bisherige Information falsch ist. Im Anschluss erfolgt eine Regulation der überschießenden Aktivität des Abwehrsystems und im Idealfall vollkommene Beschwerdefreiheit.

Anwendung

Bei der Eigenbluttherapie wird dem Patienten eine kleine Menge Blut aus der Armvene oder dem Ohrläppchen entnommen und anschließend in die Gesäßmuskulatur reinjiziert. Insbesondere für Kinder wird eine Lösung zur oralen Einnahme hergestellt. Die Häufigkeit und Dauer der Behandlung richtet sich nach dem jeweiligen Beschwerdebild.

Anwendungsbeispiele

Abwehrschwäche
Allergien (z.B. Heuschnupfen)
Asthma bronchiale
Erschöpfungszustände
Akute und chronische Infektionen
Wechseljahrsbeschwerden
Rekonvaleszenz (Erholung nach schwerer Erkrankung)
Blutbildungsstörungen
Durchblutungsstörungen
Hauterkrankungen (Neurodermitis, Ekzeme)
Mykosen (Pilzerkrankungen)
Rheumatische Erkrankungen



Montag, 28. Oktober 2013

Stärken Sie Ihr Immunsystem und machen Sie sich fit für den Winter!


Mit Herbst und Winter rückt auch die Erkältungszeit näher. Mit einigen einfachen Methoden können Sie schon vorab damit beginnen, Ihre Abwehrkräfte zu steigern.


Ernährung:


Ernähren Sie sich regional und saisonal, mit frischen Kartoffeln, Kohl, Wurzelgemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Porree und heissen Kraftsuppen.
Besonders die Familie der Kohlgewächse trumpft mit ihren schwefelreichen Senfölen gleich zwei Mal auf. Sie wirken sowohl antibakteriell, als auch antiviral. Hier sollten auch Senf, Kresse und Meerrettich nicht vergessen werden. Ausserdem liefern viele Kohlsorten auch reichlich Vitamin C. In der kalten Jahreszeit sollte darauf geachtet werden, den Körper auch von Innen zu wärmen.
Zitrusfrüchte liefern zwar ebenfalls Vitamin C, kühlen den Körper jedoch herunter, was vor allem zu meiden ist, wenn Sie ohnehin leicht frieren.
Die Trinkmenge spielt natürlich das ganze Jahr eine grosse Rolle und sollte 2 bis 3 Liter Wasser täglich erreichen (0,036l H2O/kg Körpergewicht).
In der kalten Jahreszeit werden gerne auch Kräutertees getrunken. Ein abwehrstärkender Tee sollte Pflanzen enthalten, die antibakteriell und antiviral wirken, er sollte die Verdauung positiv beeinflussen, um einen Ruhepol zu schaffen, er sollte wärmen und bestenfalls auch gegen Stress helfen, damit der Körper sich auf die Abwehr konzentrieren kann. Im besten Falle sollte der Tee dann auch noch gut schmecken, damit Ihre Kinder ihn ebenfalls gerne trinken.

Zum Beispiel:
20g Holunderblüten
20g Melissenblätter
20g Hibiskusblüten
20g Isländisch Moos
10g Kamillenblüten
10g Anisfrüchte
→ Falls die wärmende Wirkung noch verstärkt werden soll, kann auch noch frische Ingwer hinzugefügt werden.
Nehmen Sie einen EL pro Tasse, überbrühen Sie ihn mit kochendem Wasser und lassen Sie ihn 5 Minuten ziehen. Trinken Sie hiervon täglich bis zu drei Tassen.



Kneipp und Co:


Sauna und anschliessende dosierte Kälte, regen nicht nur den Stoffwechsel an, sondern helfen auch dem Körper, seine Abwehr zu steigern. Dabei sollte darauf geachtet werden, nicht völlig auszukühlen nach dem Saunagang. Auch wenn eine Erkältung im Anmarsch ist, oder Sie schon erkältet sind, ist von einem Saunabesuch abzuraten. Solange Sie jedoch gesund sind ist ein Saunabesuch genau das richtige, um sich und seinem Körper in der kalten Jahreszeit etwas Gutes zu tun.
Eine sanftere Methode stellt das Taulaufen dar. Dabei geht man morgens barfuss durch die taunasse Wiese. Wer mitten in Hamburg wohnt, muss mutig genug sein, morgens an der Alster spazieren zu gehen oder eben doch auf das Spa des Vertrauens zurückgreifen.



Trockenbürsten:

Heilpraktiker Hamburg

Das Trockenbürsten ist die wohl simpelste Variante der Abwehrsteigerung. Sie kann bequem zu Hause vor dem Duschen erledigt werden. Beim Trockenbürsten streicht man mit einer Naturhaarbürste in Richtung des Herzens über Arme, Beine und Rumpf (s.Zeichnung). Jeweils etwa 10 Striche pro Körperabschnitt sind anzuraten. Es wird an den Füssen begonnen, dann Unterschenkel, Oberschenkel, Gesäss und Bauch. Danach wird an den Händen weiter gemacht, Unterarme, Oberarme, Dekolleté, und zum Schluss den Rücken. Die Strichrichtung ist immer Richtung Herz, mit leichtem Druck, ohne dass es schmerzt oder die Haut verletzt wird.
Das Trockenbürsten regt unter anderem den Lymphfluss an und kann zu einer leichten Umfangsreduktion führen. Das Hautbild wird sichtlich klarer und eingewachsene Haare werden der Vergangenheit angehören. Hierfür sollten Sie sich täglich bis alle zwei Tage über mehrere Monate trockenbürsten.


Falls es dann trotz aller Vorkehrmaßnahmen doch einmal zu einer Erkältung kommen sollte, sind Sie bei uns in der Naturheilpraxis Waller herzlichst willkommen!

Naturheilpraxis Waller - Über uns

Die Naturheilpraxis Waller in Hamburg Winterhude wurde 2013 von Nadine Waller, Ramona Nieswandt und Fam Sarah Paar gegründet.

Die drei umfassend ausgebildeten Heilpraktiker /-innen bieten Ihnen ganzheitliche Diagnose und Behandlungsmethoden mit den Schwerpunkten klassische Homöopathie, Sankaran Methode, Irisanalyse, traditionell europäische Naturheilkunde, Ohrakupunktur und Cranio Sacrale Therapie.
In angenehmer und freundlicher Atmosphäre empfangen wir Sie bei uns in der Praxis. Nach der eingehenden Anamnese (Erstgespräch) und der körperlichen Untersuchung wird die Diagnose gestellt und ein individueller Therapieplan erarbeitet.

Sind Sie auf Heilpraktikersuche? Dann werden Sie bei uns fündig. Besuchen Sie uns in der Körnerstrasse 30 in Hamburg.